Wir verbinden Osteoporose mit älteren Frauen und Hüftfrakturen in den 70ern. Das ist genau das falsche mentale Modell. Der Knochendichteverlust beginnt in den frühen 30ern, beschleunigt sich beim Übergang in die Perimenopause bei Frauen und schreitet jahrzehntelang still voran, bevor eine Fragilitätsfraktur den Schaden sichtbar macht.
Die Biologie des Knochenabbaus
Der Knochen ist kein statisches Gewebe. Er wird ständig durch zwei Zelltypen umgebaut: Osteoblasten (die Knochen aufbauen) und Osteoklasten (die Knochen abbauen). In der Jugend überwiegt der Aufbau. Ab Mitte 30 kippt die Bilanz. Bei Frauen beschleunigt der Östrogenmangel in der Perimenopause den Abbau dramatisch – oft mit 3–5% Knochendichteverlust pro Jahr in den ersten Wechseljahren.
Was diese Marker zeigen
Parathormon (PTH), 25-OH-Vitamin D, P1NP (Prokollagen Typ 1 N-terminales Propeptid – ein Marker für Knochenaufbau) und CTX (C-terminales Telopeptid – ein Marker für Knochenabbau) ergeben zusammen ein vollständiges Bild der aktuellen Knochenstoffwechselrate – nicht nur des historischen Schadens.