Ein Standard-Hausarztcheck in der Schweiz umfasst typischerweise das Wesentliche: Blutdruck, Gewicht, ein Lipidprofil, möglicherweise Blutzucker. Insgesamt irgendwo zwischen 12 und 20 Marker – von den Hunderten, die in Ihrem Blutkreislauf zirkulieren und eine Geschichte über Ihre Gesundheit erzählen.

Das ist keine Kritik an Ihrem Hausarzt. Es ist eine strukturelle Realität des Gesundheitssystems.

Was standardmäßig nicht getestet wird

Das Schweizer KVG-System erstattet präventive Blutuntersuchungen nur, wenn sie durch spezifische Symptome oder Risikofaktoren gerechtfertigt sind. Klinisch wichtige Marker wie ApoB, Lp(a), Nüchterninsulin, HOMA-IR, freie T3/T4, DHEA-S und erweiterte Entzündungsmarker (IL-6, hsCRP) werden routinemäßig nicht gemessen.

Die klinische Lücke

Die Forschung ist eindeutig: Herzinfarkte, Typ-2-Diabetes und Krebserkrankungen sind in der Regel über Jahre oder Jahrzehnte anhand von Biomarkern vorhersagbar, bevor Symptome auftreten. Das Problem ist nicht, dass die Tests nicht existieren. Das Problem ist, dass sie nicht routinemäßig angeordnet werden.